Local SEO

Google Business Profil für Hotels: Die 12-Punkte-Checkliste

4 Min. Lesezeit

Für viele Hotels ist das Google-Business-Profil die sichtbarste Seite des Betriebs – sichtbarer als die eigene Website. Wer nach einem Ort sucht, sieht zuerst die Karte mit drei Einträgen. Wer nach dem Hotelnamen sucht, sieht rechts die Profilkarte mit Fotos, Bewertungen, Anruf- und Buchungsbutton.

Trotzdem ist das Profil in den meisten Häusern kein gepflegter Kanal, sondern ein einmal angelegter Eintrag. Diese zwölf Punkte gehen wir bei jedem Local-SEO-Projekt durch – in dieser Reihenfolge.

Stammdaten und Struktur

1. Primäre Kategorie exakt setzen

Die Hauptkategorie ist der stärkste einzelne Rankingfaktor im lokalen Umfeld. „Hotel“, „Pension“, „Gasthof“, „Ferienwohnung“, „Resort“ oder „Wellnesshotel“ führen zu unterschiedlichen Einordnungen. Setzen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft beschreibt – und nicht die, die am prestigeträchtigsten klingt. Sekundärkategorien ergänzen: Restaurant, Bar, Tagungsräume, Spa.

2. Name genau wie am Haus

Der Profilname muss dem echten Betriebsnamen entsprechen. Zusätze wie „Hotel Sonne – günstig übernachten am See“ verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Sperrung führen. Beschwerden von Wettbewerbern sind in touristischen Regionen häufiger, als viele denken.

3. NAP-Daten überall identisch

Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Profil, Portalen und in Verzeichnissen exakt übereinstimmen – inklusive Schreibweise der Straße und Format der Telefonnummer. Abweichungen kosten lokale Sichtbarkeit, weil Google die Signale nicht zweifelsfrei zusammenführen kann.

4. Attribute vollständig ausfüllen

Attribute sind die Filter, mit denen Gäste in Maps arbeiten: Parkplatz, WLAN, barrierefreier Zugang, Haustiere erlaubt, Pool, Frühstück, Familienzimmer, Ladestation. Fehlende Attribute bedeuten, dass Sie aus Filterergebnissen einfach herausfallen – unabhängig von Ihrem Ranking.

Sichtbarkeit und Inhalte

5. Buchungslink auf die eigene Website legen

Im Profil lässt sich ein Link für Reservierungen setzen. Steht dort ein Portal, zahlen Sie für Gäste, die Sie längst gefunden hatten. Verweisen Sie auf Ihre eigene Buchungsstrecke – das ist einer der schnellsten Wege zu mehr Direktbuchungen.

6. Fotos in ausreichender Menge und Qualität

Profile mit vielen aktuellen Fotos erhalten erfahrungsgemäß deutlich mehr Anrufe und Routenanfragen. Wichtig ist die Auswahl: Zimmer in allen angebotenen Kategorien, Bad, Frühstück, Außenansicht, Spa, Umgebung – und Aufnahmen bei Tageslicht. Ergänzen Sie neue Bilder regelmäßig statt einmal fünfzig Dateien hochzuladen.

7. Beschreibung mit Fakten füllen

Die Profilbeschreibung wird nicht als Rankingtext gewertet, aber sie wird gelesen – von Gästen und zunehmend von KI-Diensten. Konkrete Angaben zu Lage, Zimmerzahl, Ausstattung, Verpflegung und Zielgruppe sind hier wertvoller als Stimmungssätze.

8. Beiträge saisonal nutzen

Google-Business-Beiträge erscheinen direkt im Profil und werden häufig übersehen – von Wettbewerbern. Angebote, Veranstaltungen, Saisonstart, letzte freie Zimmer über ein Wochenende: Ein Beitrag pro Woche hält das Profil aktiv und liefert einen zusätzlichen Klickweg zur Buchung.

Bewertungen und Interaktion

9. Bewertungszufluss verstetigen

Entscheidend ist nicht nur die Durchschnittsnote, sondern die Regelmäßigkeit. Zehn Bewertungen im letzten Quartal wirken stärker als sechzig aus dem Jahr davor. Wirksam ist ein fester Prozess: Bitte beim Check-out, automatisierte Nachricht ein bis zwei Tage nach Abreise, QR-Code auf der Rechnung.

10. Auf alle Bewertungen antworten

Antworten sind kein Kundendienst, sondern Marketing für die nächsten Leser. Bei negativen Bewertungen gilt: sachlich bleiben, den Punkt anerkennen, die Lösung nennen, nicht diskutieren. Eine souveräne Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt oft mehr als zwanzig fünfsternige Kurzkommentare.

11. Fragen und Antworten selbst befüllen

Der Q&A-Bereich lässt sich mit eigenen Fragen vorbereiten – und das sollten Sie tun, bevor jemand anders antwortet. Parkplatzsituation, Check-in-Zeiten, Hunde, Kinderbetten, Kurtaxe, Zahlungsarten: Genau die Fragen, die sonst telefonisch kommen.

12. Kennzahlen im Profil auswerten

Die Profilstatistik zeigt Suchbegriffe, Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks. Damit lässt sich beurteilen, ob Ihre Maßnahmen wirken, und welche Begriffe Gäste tatsächlich verwenden – eine der wenigen kostenlosen und ehrlichen Datenquellen im Hotelmarketing.

Was Sie in welcher Reihenfolge tun sollten

Punkte 1 bis 5 sind einmalige Aufräumarbeiten und in wenigen Stunden erledigt. Punkte 6 bis 8 sind ein monatlicher Rhythmus. Punkte 9 bis 12 sind ein dauerhafter Prozess – und der Teil, der über Monate den Unterschied macht.

Wie schnell sich das auswirkt, hängt vom Ausgangspunkt ab. Bei ungepflegten Profilen sehen wir häufig innerhalb von vier bis acht Wochen mehr Anrufe und Routenanfragen, weil vorher schlicht Informationen fehlten. Nachhaltige Platzierungen in den Top 3 des Local Pack entstehen über mehrere Monate.

Die Details zu unserem Vorgehen finden Sie unter Local SEO & Google Business. Sie möchten wissen, wo Ihr Profil steht? Wir prüfen es gegen diese zwölf Punkte und gegen Ihre drei wichtigsten Wettbewerber am Ort. Kostenfreies Erstgespräch anfragen.

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